Fossilienjagd

Stellen Sie sich vor, plötzlich stehen Sie mit einem kleinen versteinerten Fisch in der Hand, der das Licht des Tages vor 55 Millionen Jahren erblickt hat – viele sind von der Jagd nach Fossilien so besessen, dass sie immer wieder zurückkommen, wenn sie „gute Fundstellen" entdeckt haben.

Der Moler (Kieselgur) im Untergrund von Fur bietet eine einzigartige und international anerkannte Möglichkeit für die Suche nach Fossilien. Der Moler auch Diatoméenerde genannt ist mit seiner Dicke von etwa 60 m die grösste Diatoméenerde-Ablagerung der Welt. Der Moler ist wie ein seltenes geologisches Buch, das die Geschichte über das Leben am und im Molermeer vor vielen Millionen Jahren erzählt.

Vor gut 50 Millionen Jahren als der Moler gebildet wurde, war Dänemark vom Meer bedeckt. Infolge von Sauerstoffmangel am Meeresgrund starben viele Fische. Sie wurden im Moler eingeschlossen und bewahrt. Auch Pflanzenteile und Insekten sind häufige Funde im Moler.
Erlaubnis und teuere Ausrüstung sind für diese Art von „Jagd" nicht erforderlich – nur eine Portion Geduld.

Der Moler – und was tut man?

Es gibt zwei Arten von Moler:
Der weiche Moler - lässt sich leicht mit einem gewöhnlichen stumpfen Messer spalten. Vorsicht ist mit scharfen Messern geboten, man kann sich leicht schneiden. Im weichen Moler findet man nur Abdrücke von Fossilien, da Auswaschen stattgefunden hat.
Der harte Moler – auch Zementstein genannt, hat die Fossilien vor dem Auswaschen bewahrt. Fossilienjagd im Zementstein erfordert Hammer und Meissel, sowie Handschuhe und Schutzbrillen. Zementsteine spalten oft da, wo sich die Fossilien befinden.

Wo darf man suchen?
Man darf sich frei entlang den Stränden bewegen, auf Fusswegen und an Steilküsten – ausserdem in den Molergruben, wenn dort nicht gearbeitet wird.
Das Gesetz zum Schutz der Küsten gilt für die Steilküsten: Lose Zementsteine am Strand darf man gerne spalten – aber das Hämmern und Graben an den Steilfelsen ist verboten.
Vorschriften für den Strandverkehr wurden durch eine Auslegung vom Jydske Lov (Jütländischen Gesetz) geltend gemacht: „Das, was man in seinem Hut haben kann, darf man vom Hoheitsgebiet mitnehmen". Hoheitsgebiet an der Nordküste von Fur ist der Strand.
Drucken Sie sich selbst eine Karte über die Insel aus – auf der Seite Turistinformation.

Fossilienfund und Danekræ (Naturunikate)
Bei weitem die meisten Funde darf man behalten und mit nach Hause nehmen. Das Fur Museum ist behilflich bei der Bestimmung von Fossilienfunden – im Sommer zu festgesetzten Zeiten ansonsten nach Absprache. Näheres erfahren Sie auf der Homepage vom Museum oder per Telefon: 9759 3411
Danekræ
Ganz wenige Fossilien (z.B.Vögel und Schildkröten) gehören zu den Raritäten, die als Danekræ bezeichnet werden. Das Danekræ-Gesetz besagt, dass diese Funde dem Staat gehören. Die Einschätzung wird vom Geologischen Museum in Kopenhagen vorgenommen. Wird der Fund zum Danekræ erklärt, wird eine Erstattung ausgezahlt, die dem Wert des Fundes entspricht.

Sicherheit
Aller Verkehr geschieht auf eigene Verantwortung – sowohl entlang der Küsten als auch auf Fusswegen und in den Molergruben. An den Steilküsten ist immer die Gefahr von Erdrutsch und Steinschlag –insbesondere im Winter – also bitte, Vorsicht.

Geht man oben auf den Steilfelsen entlang darf man nicht zu nahe an den Rand kommen. Er ist oft schwach – und bitte nichts hinunterwerfen. Unter dem Steilfelsen könnten Leute gehen.

 

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Fur Museum

EnjoyLimfjorden

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